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Mode

Ein Klassiker – der Norwegerpullover

Von  |  8 Comments

Es gibt Modetrends und Kleidungsstücke die immer wieder kommen und nie unmodern werden. Gerade während der kalten Wintermonate sind Oberteile aus Wolle mit den verschiedensten Strickmustern total angesagt.

Wolljacken, Strick- oder Rollkragenpullover sorgen für warme Stunden bei nasskaltem Wetter und sind auch optisch ein echter Hingucker. Zu den Klassikern dieser Wintermode gehört auch der Norwegerpullover, kurz Norweger genannt, der aus Schafswolle gemacht wird.

Im dezenten Look mit vielen unterschiedlichen Mustern und Motiven kommt der Strickpullover daher und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nicht nur wegen des Namens, sondern auch wegen seiner nordischen Herkunft, verbindet man ihn unweigerlich mit Behaglichkeit im Winter.

Dabei stammt das unverkennbare Muster der gestrickten Kleidungsstücke ursprünglich gar nicht aus Norwegen. Vielmehr wurden zuerst in Island, auf den Färöer und den schottischen Shetland-Inseln die markanten Strickpullover, meist mit der Einbindung des eigenen Familienwappens, hergestellt und genießen dort eine lange Tradition.

Klassische Muster und ungewöhnliche Designs

Norwegerpullover Erstmals erlebten Pullover und Strickjacken im Norwegerstil in Deutschland während der 70er-Jahre einen Höhepunkt.

Bei Anhängern der Alternativ- und Anti-Atomkraftbewegung waren sie sehr beliebt. Oft wurden diese auch selbst gestrickt und mit individuellen Mustern versehen. Doch mittlerweile hat sich der Norweger von diesem angegrauten Öko-Image befreit.

Längst sind sie in modernen Farben und Schnitten erhältlich und auch von Laufstegen nicht mehr wegzudenken.

Es ist vor allem die Vielseitigkeit, die den Strickpullover so beliebt macht. Typischerweise sind Norwegerpullover mit klassischen Mustern, wie beispielsweise Schneeflocken, Tieren und Rauten, versehen.

Die Muster befinden sich meist am Kragen, Bund und an den Ärmelenden. Aber auch auf der Brust ist das Muster zu finden. Trotz der winterlichen Motive wirken Norwegerpullover aber nie zu verspielt. Darüber hinaus lassen sich die Modedesigner viel einfallen und verwandeln die Kleidung in trendige Pullover mit teilweise hervorstechenden Designs.

Gefütterte Pullover als Jackenersatz

Gründe für die Beliebtheit des Strickpullovers gibt es viele. Zum einen verbindet man mit ihm Gemütlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten, zum anderen überzeugt der Alleskönner mit seiner Funktionalität. Einige Modelle sind von innen mit Fleece gefüttert, sodass sie Wind abweisend sind und im Winter als Jackenersatz dienen können. Langen Spaziergänge mit Schneeballschlachten und spontanen Schlittentouren steht daher nichts mehr im Weg. Vor allem Kinder können sich dann lange draußen aufhalten ohne sich zu erkälten. Sicherlich haben viele noch das ein oder andere Modell des Norwegerpullovers in einer Ecke ihres Kleiderschranks liegen. Spätestens jetzt ist es wieder an der Zeit ihn rauszuholen.

Norweger bietet vielfältige Kombinationsmöglichkeiten

Modeliebhaber dürfen sich in diesem Winter also auf ein Revival des Norweger-Stricks freuen. Neben den klassischen Ausfertigungen mit schlichten Mustern und dezenten Farben, werden auch viele ausgefallene Modelle zu finden sein. Dies sorgt dafür, dass die Norwegerpullover nie langweilig werden. Den Winterflair der Strickkleidung kann man in vielerlei Hinsicht mit anderen Kleidungsstücken perfekt kombinieren und so einen angesagten Look kreieren. Geschmackvoll wirkt das Gesamtoutfit, wenn man zu einem grob gestrickten Muster auch die restliche Kleidung eher grob wählt.

Zum Beispiel passen ausgewaschene Jeans, dunkle Lederboots und ein markanter Gürtel zu einem Norwegerpullover. Wer einen etwas feineren Stil bevorzugt, sollte schon bei der Wahl des Musters und der Wolle genau hinschauen. Erdige Farbtöne wirken nicht so aufdringlich. Dazu werden dann feste Stoffhosen in unauffälligen Farben und braune Lederschuhe getragen. Weitere Ideen gibt es hier. Für den beruflichen Alltag eignet sich der Norweger nur bedingt.

Auf alle Fälle sollten für das Büro nur solche Pullover ausgesucht werden, die ein feines Strickmuster und diskrete Motive aufweisen. Alle anderen Modelle könnten als unpassend empfunden werden.

Gestrickte Jacken mit ausgefallenen Mustern

Abwechslungsreich sind Strickjacken im Norwegerstil. Mit ihnen kann man den Trend schön variantenreich gestalten, da es sie mit vielen Mustern und in den verschiedensten Farben gibt. Ein farbenfrohes Shirt mit großem Druck kommt unter einer aufgeknöpften Jacke besonders zur Geltung. Abgerundet wird die Kombination mit einem trendigen Schal. Diese gibt es natürlich auch mit Norwegermuster und sind ebenso wie der Pullover oder die Strickjacke ein absolutes Muss in diesem Winter.

Zum Flair des Norwegers passen außerdem Jeanshemden, die das grobe Flair des Stricks unterstreichen. Wählt man einen Norwegerpullover ohne Schalkragen, kann man auch gut ein unifarbenes Hemd hierzu tragen. Das Hemd sorgt dafür, dass der gesamte Dress etwas gediegener wirkt. So kann man den Strickpullover auch zu einem Abendessen in einem Restaurant gut tragen.

 

Schöne Leggings mit Norwegermuster

Der langlebige Trend hat natürlich auch schon die Frauen-Modewelt erobert. Die warme und stilvolle Gemütlichkeit der Strickwaren ist nicht nur für den winterlichen Spaziergang geeignet. Nicht umsonst lassen sich die beliebten Muster mittlerweile auch auf vielen anderen Kleidungsstücken wiederfinden.

Äußerst angesagt sind in diesem Winter Norweger-Leggings. Sowohl optisch als auch in der Verarbeitung sind die Leggings an den Pullovern angelehnt. Egal ob mit poppigem Sternenmuster oder einfachen Rauten, die Norweger-Leggings ist ein echter Blickfang. Außerdem hält sie auch schön warm. Denn sie wird aus Wolle hergestellt und verspricht dadurch warme Beine auch bei kalten Temperaturen. Zusammen mit einem schlichten Strickkleid und hohen Stiefeln oder trendigen Ankle Boots, sondern auch modisch etwas hermacht. Verzichten sollte man aber auf zu knallige oder bunte Kleidung, da das Gesamtbild ansonsten zu überladen wirkt.

Mit Accessoires Akzente setzen

Ebenso wie bei den Männern können auch die Frauen ihre Norwegerpullover zu fast jedem Anlass tragen. Hier ist gerade das Zusammenspiel zwischen dem rauen Aussehen des Norwegers und vergleichsweise zurückhaltenden Kleidungsstücken, wie beispielsweise einem Seidenrock,  gelungen.

Weitere Akzente können dann mit passenden Accessoires gesetzt werden. Ein schöner Schal mit grobem Strickmuster oder eine bezaubernde Mütze komplettieren das Outfit. Wer auch bei seinen Accessoires nicht auf das Norwegerdesign verzichten möchte, findet im Handel viele Socken, Mütze, Schals und Handschuhe, die die bekannten Muster aufgreifen. Kleidung im Norwegerstil darf daher in keinem Kleiderschrank fehlen.

Die Wintermotive entfachen die Vorfreude auf Weihnachten und halten bei langen Abenden auf dem Weihnachtsmarkt schön warm. Damit man auch lange etwas von seinem Norwegerpullover hat, ist die richtige Pflege entscheidend. Auf keinen Fall sollte man die empfindlichen Oberteile in einen Trockner stecken. Und auch die Waschmaschine darf nur genutzt werden, wenn dies wirklich auf dem Etikett steht. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass die Pullover einlaufen. Im Zweifel ist es ratsam den Norweger lieber per Hand zu waschen.

8 Comments

  1. Benjamin Pusch

    29. Januar 2014 at 15:07

    Sehr schöner Beitrag! Mittlerweile agieren ja schon zahlreiche Unternehmen im Bereich “ugly christmas sweater” . Über den Geschmack kann man natürlich streiten, aber so ein wenig Nostalgie hat noch niemanden geschadet…
    Vor allem ist es auch immer eine Erinnerung an die eigene Oma!

    lg Ben

  2. youngfashionblogger.de

    29. Januar 2014 at 21:08

    Norwegerpullover finde ich persönlich schön und gemütlich.
    Wenn es draußen kalt ist und man möchte spazieren gehen dann wärmen die auch richtig schön.

    Der Winter ist zwar schon bald wieder vorbei bevor er überhaupt begonnen hat aber vielleicht kann man sich da ja schon für den nächsten Winter eindecken.

    Die Norweger die oben abgebildet sind, sind ja sogar noch bezahlbar :-)
    Den von Cipo & Baxx finde ich ganz gut.
    Da werde ich morgen mal was in meinem Blog schreiben.
    Danke für die Inspiration.

  3. Thomas F

    30. Januar 2014 at 10:27

    Ich bin auch großer Fan von Norwegerpullis. Als Maler & Lackierer bin ich natürlich viel draußen und freue mich in den Wintertagen über die Erfindung “Norwegerpulli”: Angenehm zu tragen, nicht ZU dick und dennoch warm!
    Und die oben gezeigten Modelle finde ich auch noch sehr schick!

    Besten dank für die Tipps!
    Thomas

  4. Tom Ras

    30. Januar 2014 at 12:13

    Vielen Dank für den Artikel. Ich hätte eigentlich nicht geglaubt, daß die noch mal kommen. Freut mich, weil ich noch 2 davon im Schrank habe, schon völlig vergessen. Muss mal schauen, ob ich da noch reinpasse..hihi

    LG Tom

  5. Lena vom wirtschafts-download.de

    30. Januar 2014 at 18:46

    Also wenn es Draußen schön kalt ist – macht sich solch ein Norwegerpullover wirklich bezahlt und ich trage meinen eigentlich zu vielen verschiedenen Anlässen, gerne auch mal auf der Couch – einfach nur zum Kuscheln. Definitiv ein Klassiker, welches es immer geben wird!

  6. Jens Kinder

    31. Januar 2014 at 15:56

    Schön Retro :)
    Der Hipster Look ist ja eh in und warm sind sie auch.
    Also ich mag die Norwegerpullover sehr sehr gern und werde sie weiterhin tragen.
    Super Artikel.

    Grüße Jens

  7. Frank von Webdesign Köln

    3. Februar 2014 at 14:33

    Ich liebe auch die Norweger Pullover.
    Auf einer Messe wurden mal welche angeboten, die das Stück über 400€ kosteten. Das ist natürlich etwas übertrieben. Man bekommt aber schon ganz hübsche und warme für knapp 100€.

  8. Petra

    6. Februar 2014 at 12:47

    Eine Mutti(88 Jahre) aus Sachsen-Anhalt hat seit 1945 Norwegermuster gesammelt, handgemalt. Damit sie im Schrank nicht vergammeln, hat sie von ihrer Tochter den Auftrag bekommen alle noch einmal in Schallform zu stricken. Eine Goldene Quelle für Etno Revival Trends. Watch out Hipsters!

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