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Wellness & Gesundheit

Darum macht uns Schokolade glücklich

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Als Trost, als Belohnung, zum Kaffee – oder einfach nur, weil sie so lecker schmeckt: Schokoladengenuss kann viele Gründe haben. Und seit langer Zeit hält sich dazu die These, dass Schokolade glücklich mache. Ein Grund mehr also, die süße Nascherei zu genießen – oder etwa doch nicht?

Glücksstoffe in der Schokolade

Zeit zu Belohnen: Ein Stück Schokokuchen zum Kaffee macht glücklich! Bildquelle: sxc.hu

In Schokolade sind viele Einzelstoffe enthalten, die auch in anderen Substanzen vorkommen. So zum Beispiel Anandamid (auch in Haschisch enthalten), das Glückshormon Phenethylamin (wird auch bei Verliebtheitsgefühlen ausgeschüttet), Koffein, Theobromin oder Tryptophan (für die Serotonin-Ausschüttung im Gehirn verantwortlich). All diese Stoffe sollen „Glücksbringer“ sein, unsere Stimmung aufhellen, uns strahlen lassen und wacher machen. Das tun sie auch – allerdings jeweils nur dann, wenn sie in einer bestimmten Konzentration vorkommen. Das bedeutet, dass diese Stoffe zwar in Schokolade enthalten sind, allerdings in so geringer Konzentration, dass sie keines der gewünschten Glücksgefühle auslösen.
Auch Serotonin, ein Botenstoff, den das Gehirn selbst produziert und der etwa bei depressiven Menschen deutlich weniger ausgeschüttet wird, ist in Schokolade enthalten. Allerdings werden hier gleich zwei Probleme aufgeworfen, die nicht dazu beitragen, dass Schokoladenserotonin uns happy macht: Erstens liegt auch hier eine zu geringe Konzentration vor (Bananen und Tomaten enthalten zum Beispiel mehr Serotonin). Und zweitens kann Serotonin, das in Lebensmitteln enthalten ist, generell nicht bis ins Gehirn gelangen, um eine positive Wirkung auszuüben.

Warum macht Schokolade trotzdem so glücklich?

Auch, wenn Inhaltsstoffe nicht für die Schoki-Happiness verantwortlich sind, so konnte dennoch nachgewiesen werden, dass Schokolade ihre Konsumenten tatsächlich glücklich macht. Der Effekt ist jedoch psychologisch bedingt. Gerade, weil wir einen bestimmten Effekt erwarten (z.B. Trost, Belohnung), tritt er auch ein. Ein Glückskick tritt nur deshalb ein, weil wir Schokolade mögen, wie sie schmeckt, wie sie schmilzt oder wie sie riecht. Wird die Süßigkeit also in bestimmten Situationen gegessen, wird das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert und schüttet den Botenstoff Botamin aus, der wiederum für Glücksgefühle sorgt. Das konnte in Testreihen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Schokolade macht uns also deshalb glücklich, weil wir uns quasi selbst konditioniert haben und positive Erwartungen an den Genuss hegen. So oder so: Hauptsache glücklich!

(Quelle: Quarks & Co.)

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