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Budgettipps für Bauherren

Von  |  9 Comments

Der Traum vom Haus kann schnell in der Kostenfalle enden, denn die anfallenden Ausgaben übersteigen oft das selbst gesetzte Budget und das kann dann zu einem großen Problem werden.

Im schlimmsten Fall muss das Haus nach finanziert werden. Im besten Fall müssen Häuslebauer auf den einen oder anderen gewünschten Luxus verzichten und sich bei der Hauswahl der Materialien und Einbauten entsprechend einschränken.

Hausbau ist ein Kinderspiel

Vorsicht vor der Kostenfalle!

Doch woran liegt es eigentlich, dass immer mehr Menschen in die Kostenfalle geraten und trotz vorheriger Kalkulation einfach nicht hinkommen? Bauexperten sagen oft, hier ist die verkehrte Beratung ein großer Faktor des schrumpfenden Glücks. Bauherren sind in der Regel Laien auf diesem Gebiet und verlassen sich deshalb vertrauensvoll auf die Ratschläge der Baufirma oder des Architekten. Doch die berechnen oft nicht alle wirklichen Ausgaben mit ein, müssen mitunter umplanen und schon steigern sich die Kosten ohne Rücksicht auf das Budget.

Deshalb ist es ratsam, selbst nachzurechnen, sich gegebenenfalls eine zweite Meinung einzuholen und sich über jeden Baufortschritt genau zu informieren und diesen von einem unabhängigen Bauleiter auch prüfen zu lassen. So sind schon mal ungewollte Ausgaben für eventuelle Fehlplanungen unter Kontrolle zu bringen.

Nicht zu eng kalkulieren!

Grundsätzlich ist aber das größte Problem das, dass viele Häuslebauer von vorneherein zu eng kalkulieren. Experten raten hier, auf die ehemals kalkulierte Ausgaben noch einmal zwischen 50 und 70 Prozent draufzuschlagen, um bei dem Wert am Ende auszukommen, der tatsächlich für das Haus ausgegeben werden muss. So bleibt man auf der sicheren Seite und riskiert nicht, später mit dem Budget nicht mehr hinzukommen.

Oft sehen Häuslebauer ein fertiges Objekt und dann ist der Wunsch größer nach dem Haus, als die realistische Einschätzung der eigenen Finanzen. Die derzeit günstige Zinslage trägt ihr Übriges dazu bei, lieber gleich einen höheren Kredit in Anspruch zu nehmen.

Doch trotz niedriger Raten bleibt es ja bei einem Fakt, der Kredit muss auch zurückgezahlt werden und dann schon während das Haus sich noch im Bau befindet. Auch das zerrt am Konto, denn die Finanzierung kommt zur noch bestehenden Miete ja obendrauf. Deshalb nicht vom Traum blenden lassen und kühl kalkulieren, damit der Traum vom Haus nicht zum Alptraum wird!

9 Comments

  1. ingo

    8. Juni 2014 at 08:58

    Seit der Modeerscheinung: „do it your self“ herrscht der Irrglaube, dass die Arbeit anderer einfach und billig ist.

    Die Realität sieht aber anders aus … Es ist schon erstaunlich wie naiv man sein muss um dies nicht zu erkennen. Selbstüberschätzung und der Drang alles haben zu müssen – vermutlich ein Phänomen dieser Gesellschaft – „schreien“ regelrecht nach Strafe.

    Wer die Arbeit anderer zu schätzen weiß, der kennt den Wert der Arbeit und wird keinen Alptraum erleben.

  2. Bauherren - Informationen

    9. Juni 2014 at 16:58

    Vollkommen richtig, und an dieser Stelle noch ein Hinweis an alle jungen Familien oder Paare, welche sich gerade mit dem Thema Hausbau beschäftigen: Niemals ohne Hilfe eines Experten mit der Recherche beginnen. Der Rat eines Fachmanns kostet in der Regel zwar auch den ein oder anderen Euro – macht sich aber schnell wieder bezahlt.

  3. Tobias Reichardt

    9. Juni 2014 at 18:54

    Da ist auf jeden Fall was Wahres dran. Die Kosten, die auf einen zukommen, kann man nicht wirklich planen. Es kommt fast jede Woche eine Rechnung. Eintragung ins Grundbuch, Notorgebühren, Einmessen des Hauses, es hört nicht auf. Wir haben mit 20% mehr gerechnet und es hat gut geklappt. Danke für den Artikel.

    Gruß
    Tobias Reichardt

  4. Pete

    16. Juni 2014 at 19:58

    Oftmals hat man auch die Möglichkeit die Ratenzahlung erst ab dem 6.Monat zu starten, so dass die Doppelbelastung geringer ausfällt. Vieles ist Verhandlungssache bei den Banken.

  5. Urs

    17. Juni 2014 at 09:57

    Auch unzuverlässige und langsame Handwerker steigern die Kosten. Hier sollte man sich im Vorfeld gut informieren, welche Firma man für spezielle Arbeiten engagiert.

  6. Bandschleifer Tips

    19. Juni 2014 at 10:41

    Wir bauen selber gerade und man kann echt nicht oft genug sagen wie wichtig es ist, die Kostenplanung nicht nur alleine (oder mit dem Partner) zu machen. Man gerät einfach zu häufig in die Versuchung die günstigere Option gedanklich einzurechnen, das geht ganz besonders schnell bei Werkzeugen, Baustoffen und Arbeitszeit, da man leicht zu optimistisch sein kann.
    Im Endeffekt hatten wir unsere Kalkulation an einen Freund vom Fach gegeben, der das ganze selber (und ohne Emotionen) nachkalkuliert hat und schon waren es knapp ~30% mehr Kosten. Wahrscheinlich wird der Preis auch näher bei dieser Summe liegen.
    Beim Hausbau daher immer von einer dritten Person, die nicht persönlich involviert ist, nachrechnen lassen.

  7. quponia

    19. Juni 2014 at 13:22

    Habe letztens den Tipp bekommen, die Baumaterialen über einen Großhändler zu kaufen (falls man zufällig einen gut kennt). Durch den Rabatt der Großhändler soll man bis zu 50 % an Kosten für Baumaterialen sparen können. Da die in sehr großen Mengen kaufen, soll es einen großen Konkurrenz-Kampf um die Großhändler geben, die dann gute Rabatte erhalten.

  8. Micha

    20. Juni 2014 at 09:15

    Guter Bericht, mit kühlem Kopf kalkulieren ist das wichtigste.
    Irgendwann werden die Zinsen auch wieder steigen. Bei Kreditlaufzeiten von 15 Jahren kann das zum bösen Erwachen führen…

  9. Markus

    3. August 2014 at 10:34

    Hab ich letztens auch noch einen Bericht im Fernsehen drüber gesehen. Dort haben sie 3 Familien mit Ihren Hauswünschen unter die Lupe genommen und bei keinem hätte es problemlos geklappt, alle hatten sich verkalkuliert. Ich würde in so einer Situation einen Bauberater mit einbeziehen, auch wenn das etwas mehr kostet. Aber ein Haus kauft man ja in der Regel auch nur einmal, da sollte man schon alles dran setzen das nichts schief gehen kann.

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