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Film

Kino-Review: Fast verheiratet

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„Fast verheiratet“ (Originaltitel: The Five Year Engagement) läuft zwar schon seit einiger Zeit in den deutschen Kinos, ich kam aber erst am Wochenende dazu, ihn mit Freunden gemeinsam anzusehen. Zur leichten Unterhaltung sehe ich gerne seichte Liebeskomödien, außerdem mag ich Jason Segel irgendwie („Marshall“ aus How I Met Your Mother). Also rein ins Kino und mal sehen, was der Film kann…

Die Handlung

Jason Segel spielt den Tom. Bildquelle: Wiki Commons, Urheber: Angela George

Tom und Violet kennen sich erst ein Jahr (sie haben sich bei einer Motto Silvesterparty kennengelernt: Er als Superbunny, sie als Lady Di verkleidet), als Tom seiner bezaubernden Freundin einen ungeschickten, aber sehr süßen Heiratsantrag macht. Die Freude ist groß, als die Verlobung definitiv steht, auch auf Seiten der Freunden und Verwandten – zumindest größtenteils. Vor allem die Großeltern freuen sich, dass sie die Hochzeit der beiden noch miterleben dürfen, ehe sie sterben – doch sie ahnen ja nicht, was noch folgen wird. Nach einer umwerfenden Verlobungsfeier, bei der Violets Schwester Suse betrunken mit Toms bestem Freund Alex ins Bett steigt, erhält Violet ein auf 2 Jahre befristetes Jobangebot als Psychologie-Doktorandin: Allerdings in Michigan – und das ist ziemlich weit weg von San Francisco und Toms Job als Koch in einem angesehen Restaurant. Doch Tom, Kuschelbär der er ist, gibt den Job gerne auf, im Glauben, es für die Liebe zu tun und überall kochen zu können. Die zwei Jahre in Michigan streichen ins Land, Tom hat zwar keinen adäquaten Job gefunden, dafür aber verquere neue Freunde.
Da kommt das Angebot für Violet, ihre Stelle weiterhin behalten zu dürfen – und Tom wird zusehends unglücklicher. Doch was tut man nicht alles für die Liebe? Alex und Suse, die mittlerweile verheiratet sind und ihr zweites Kind erwarten, sind bei einem Besuch schockiert vom Zustand ihres Freundes und auch für Violet wird die Lage immer offensichtlicher. Nach dem Fremdknutschen von Violet mit ihrem Chef und einer mehr als bizarren Verfolgungsjagd trennt sich das einstige Traumpaar schließlich und Tom kehrt zurück nach San Francisco, um eine Beziehung mit einer schrägen 23jährigen einzugehen. Nach einigen Monaten, als schließlich auch die letze Großmutter stirbt, finden Tom und Violet endlich wieder zueinander und dürfen ihr Happy End feiern – und dieses Mal hat die Dame den Antrag gemacht.

Die Meinung

Emily Blunt spielt Violet. Urheber: gdcgraphics (Weitergabe/Nutzung nur unter Nennung des Urhebers)

Irgendwie ist „Fast verheiratet“ ein seltsamer Film. Zum einen hat er die typisch komödiantischen und romantischen Elemente, die man von einer Rom-Com erwartet, andererseits driftet er stellenweise ins Absurde ab. Einerseits bricht er mit Rollenklischees (der Mann zieht mit der Frau des Jobs wegen weg, die Frau macht den Heiratsantrag), andererseits scheint Jason Segel (Tom) in seinem persönlichen Rollenklischee als tapsiger Liebesbär gefangen zu sein. Im Großen und Ganzen setzt sich daraus eine gelungene Melange zusammen, die den Film interessant werden lässt – vor allem, wenn man auf die Hürden blickt, die sich Beziehungen in den Weg stellen können. Es wäre bloß schön gewesen, hätte man die gesamte Story etwas zusammengekürzt. Denn auf 120 Minuten Filmmaterial zieht sich vor allem der Schluss ziemlich – und ziemlich unnötig – in die Länge und lässt das Gesamtwerk somit schwächer erscheinen, als es eigentlich ist.

Fazit

„Fast verheiratet“ zeigt viele Hürden einer Beziehung auf und beleuchtet sie von einer zum Teil absurden, zum Teil einfühlsamen und zum Teil einfach nur urkomischen Seite. Wer jedoch nicht Gefahr laufen will, sich streckenweise im Kino zu langweilen, der sollte lieber warten, bis die DVD kommt und es sich auf der Couch gemütlich machen. Schade auch, dass zu Beginn des Films der Originaltitel eingeblendet wurde, denn der hat den Film doch sehr vorhersehbar gemacht.

Beste Szenen

  • Die Reden zur Verlobungsfeier von Familie und Freunden
  • Der vorgespielte Orgasmus von Tom
  • Die Art, wie die Hochzeit letztendlich zustande kommt und dargestellt wird

Die wichtigsten Filmdaten:

Titel: Fast verheiratet
Originaltitel: The Five Year Engagement
Länge: 131 Minuten
Regie: Nicholas Stoller
Drehbuch: Jason Segel
FSK: 12
Schauspieler: Jason Segel, Emily Blunt, Chris Pratt u.a.

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