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Die Rückkehr vom Rucksack

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Ich erinnere mich noch vage daran, wie es als Teenager plötzlich uncool wurde, mit einem Rucksack herum zu laufen. Selbst, als kurz vorm Abi tonnenschwere Literatur und Ordner mit in den Unterricht geschleppt werden mussten, ließ sich kaum noch wer von den Vorzügen eines Rucksacks überzeugen, alle griffen zu übergroßen Schultertaschen und schiefer Haltung über den Schulhof und durch die Stadt zu spazieren.

Diese Haltung hielt sich auch im Studium noch, wurde die Anzahl der Bücher, die mitgeschleppt werden wollte, zu groß, nahm man halt einfach eine zweite Tasche mit. Irgendwann trugen wir unsere Taschen nicht mehr über der Schulter, sondern in der Armbeuge, was mir persönlich eine beachtliche Armmuskulatur verschafft hat. So halte ich es bis heute, wenn ich zu Terminen muss, zu denen Unterlagen, Tablet und Laptop mitgebracht werden müssen.

Sieht ja irgendwie ladylike aus. Doch nun soll es ein Comeback feiern, das Symbol der „Streber“ und Ewig-Gestrigen, der Rucksack.

So spielt die Mode nun einmal.

The Pack is back

Von Hipstern zu Chanel

Tatsächlich beobachte ich das Phänomen bereits seit ca. 2 Jahren – vor allem bei trendbewussten urbanen Hipstern. Sie tragen Rucksäcke gerne aus Kunstleder, Jute und Jeansstoff, nicht selten auch mit Batikmuster, Nieten oder folkloristisch anmutenden Stickereien. Zugegeben, beim Tanzen ist es auch praktisch, die Arme frei zu haben. Auch beim Shoppen. Die Balance wird besser, der Rücken entlastet und die einseitige Haltung entfällt. Scheint also nur Vorteile zu haben, solch ein Rucksack.

Warum also wehre ich mich – und viele andere übrigens auch – dann so vehement gegen diese Taschen? Ehrlich gesagt: Ich kenne keine wirklich plausible Erklärung dafür, außer der vagen Vermutung, dass ich mich damit irgendwie affig fühle. Ich bin eben ein Taschen-Mädchen mit schiefer Haltung und starken Armen.

Die neue Versuchung

Nun spielt der Rucksack jedoch in der High Fashion mit. Unter anderem Chanel zeigt in seiner Frühling/Sommer-Kollektion 2014 ein begehrenswertes Modell, auch Hermès hat tolle Exemplare parat.

Die Auswahl ist generell sehr groß und sehr chic geworden – Rucksäcke scheinen unter den Accessoires das ganz große Ding dieses Jahres zu werden. Und ja, doch, ich verstehe, was andere daran finden. Aber ich werde wohl nicht dazu über gehen, den ersten Rucksack seit bald 15 Jahren zu kaufen, selbst dann nicht, wenn Chanel so ein wunderbar grungy wirkendes Modell aus dem Hut zaubert.

Und auch nicht, wenn sogar das Notebook reinpasst. Nein, ich kaufe keinen, nein, ich kaufe keinen, nein, ich kaufe keinen… glaube ich… ;-)

6 Comments

  1. Sonja

    10. Januar 2014 at 14:34

    Die Rucksäcke sind heute im Vergleich zwar etwas stylischer geworden aber es bleiben eben trotz allem Rucksäcke.
    Da sind mir die Taschen einfach lieber.
    Sieht eleganter aus

  2. Melissa

    10. Januar 2014 at 16:31

    Was ich besonders lustig finde, bei uns in der Gegend gibt es jetzt sogar viele Leute, die diese schrecklichen Turnbeutel auf öffentlichen Partys wieder an haben. Wofür man früher in der Schule ausgelacht wurde, scheint jetzt auf einmal wieder Mode zu sein. Rucksäcke finde ich bei weitem nicht so schlimm, sie sind durchaus praktisch und oft auch bequemer. Diese hier gefallen mir sogar. Aber Handtaschen sind einfach schicker und weiblicher. Daran wird sich wohl auch nichts ändern.

  3. Lena

    11. Januar 2014 at 20:15

    Ich bin eigentlich auch immer Taschenfreundin gewesen – aber ich muss zugeben die neuen Modelle an Rucksäcken … mhhhh sehen schon klasse aus.

  4. Raja

    12. Januar 2014 at 10:51

    Also mir gefallen die ganzen neuen Rucksäcke überhaupt nicht. Klar sind Handtaschen schicker und weiblicher, aber total unkomfortabel zu tragen.

    Ich bleibe bei Seitenhängetaschen und gewöhnlichen Rucksächen von Dakine oder Eastpack.

  5. youngfashionblogger.de

    12. Januar 2014 at 13:00

    Ich finde Rucksäcke auch sehr schön und freue mich schon wider auf den Anblick der Damen die ihre stylischen Modelle in den Einkaufpassagen unserer Städte ausführen.
    Aber aufpassen. Rucksäcke erleichtern den Taschendieben die Arbeit.
    Man merkt nicht wenn am getragenen Rucksack in Gedränge herumgefummelt wird.

  6. Pingback: Wie man Vintage-Look definiert

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