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Musik

2 Jahre Straflager für Pussy Riot

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Die Mädchen-Punkband Pussy Riot. Fotograf/Urheber: Igor Mukhin (at wikipedia.ru, Weitergabe/Nutzung nur unter Nennung des Urhebers)

Mit ihrem Auftritt in einer orthodoxen Moskauer Kathedrale hatte die Mädchen-Punkband Pussy Riot für gehöriges Aufsehen gesorgt – in Russland und der ganzen Welt. Sie stürmten einen Gottesdienst, absolvierten einen kleinen Auftritt – und forderten damit die Ablösung des russischen Staatsoberhaupts Putin. Wochenlang bangte die Öffentlichkeit um die drei Damen, die hinter Pussy Riot stecken, und ihre Verurteilung, das Urteil erging am Freitag.

„Rowdytum aus religiösem Hass“

Die Anklage der drei Musikerinnen lautete dabei auf „Rowdytum aus religiösem Hass“, objektiv betrachtet kann den Damen jedoch ein solcher Hass nicht vorgeworfen werden. Vielmehr plädierten sie mit ihrem Auftritt für eine endgültige Trennung von Kirche und Staat in Russland. Das Gericht schien jedoch wenig für diese Absichten übrig zu haben und verurteilte alle Mitglieder von Pussy Riot am Freitag entsprechend der Anklage zu jeweils zwei Jahren Straflager. Die Forderungen der Staatsanwaltschaft gingen sogar in Richtung drei Jahre Haft, Putin selbst hatte sich für eine „milde Strafe“ ausgesprochen – reine Farce, um auf dem internationalen Parkett das Gesicht zu wahren? Auch wenn Presse und Musiker aus der ganzen Welt das Strafmaß angesichts des „Vergehens“ für übertrieben halten, könnte man es für russische Verhältnisse als einen Mittelweg bezeichnen – ein noch härteres Strafmaß hätte dem Ansehen Russlands in der Welt noch stärker geschadet.

Scharfe Kritik aus dem Ausland

Internationale Medienvertreten, Musiker und auch Politiker aus aller Welt kritisieren die Verurteilung aufs Schärfste, nicht nur, weil zwei der drei Bandmitglieder junge Mütter sind, sondern auch, weil auf der Hand zu liegen scheint, dass es sich nicht um einen gerechten Prozess handelte, sondern dass aus rein politischen Zwecken geurteilt wurde. Kritik am Regime ist in Russland nicht erwünscht. Hinweise dafür, dass der Prozess aus politischen Gründen so verlief: Verteidigungsanträge und Entlastungszeugen wurden im Vorfeld – und während der Verhandlung zurückgewiesen, bzw. erst gar nicht zugelassen. Der Ausgang des Prozess‘ dürfte Wasser auf die Mühlen der russischen Opposition sein – und Putin dürfte sich damit keinen Gefallen getan haben. Er wird sich bei zukünftigen diplomatischen Verhandlungen sicher rechtfertigen müssen.

Es grüßt euch,

Oliver

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