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Mode

Die vermissten Skizzen von Yves Saint Laurent

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Zeichnung des jungen Yves Saint Laurent. Urheber: Reginald Gray

Dieser Tage herrscht nach der Präsentation von Hedi Slimane‘s erster Kollektion für Yves Saint Laurent, pardon: Saint Laurent, so einiges an Rummel um das Modehaus. Zuerst gab es ein (Wort-)Gefacht zwischen Slimane und der Journalistin Cathy Horyn über die Kollektion des Designers, jetzt bringt Pierre Bergé, ehemaliger langjähriger Geschäftspartner von Yves Saint Laurent persönlich, das Modehaus auf andere Art in die Schlagzeilen: Bergé behauptet, dass ein Portfolio mit über 400 Teilen aus der späten Arbeit des großen YSL unrechtmäßig von einem dessen früherer Liebhaber entwendet worden sein.

Ein großer Schatz

Wie der Fashion Telegraph berichtet, solle das Portfolio circa 290 (zum Teil erotische) Skizzen, ein Tagebuch, persönliche Briefe, ein Selbstporträt, ein Gemälde von Andy Warhol sowie eine Fotografie von Helmut Newton umfassen, die angeblich 12 Millionen Euro wert sei.

Bergé verdächtigt dabei Fabrice Thomas, der zunächst als YSL‘s Fahrer arbeitete, ehe die beiden eine Liaison eingingen, die Sammlung der Werke in den 90er Jahren aus dem Pariser Appartment des Designers gestohlen zu haben. Später soll er die Werke eine unbekannten deutschen Geschäftsmann zum Teil geschenkt und zu einem Teil verkauft haben. Dieser Geschäftsmann soll die Werke nun angeblich ausstellen oder verkaufen wollen.

Die Rechtfertigung

Fabrice Thomas hingegen gibt an, dass sein Ex-Lover Saint Laurent ihm die Arbeiten und Werke nach dem Ende der Beziehung überlassen habe – er könne sie behalten, da sie im Atelier nicht mehr benötigt würden. Bergé glaubt dieser Rechtfertigung jedoch nicht – Es wäre unmöglich, dass YSL 300 seiner Arbeiten verschenkt hätte. Ein Sprecher des unbekannten deutschen Geschäftsmanns, der der aktuelle Besitzer der Werke sein will, verteidigt seinen Klienten: Die Arbeiten und ihre Rechte lägen im Besitz des Mandanten, die Sammlung sei nicht gestohlen worden – und Bergé wisse das ganz genau.

Was wir hier zu lesen bekommen, klingt mehr nach einem Mode-Thriller als nach einer wahren Begebenheit, um die es sich tatsächlich handelt. Sicher ist, dass es sich nicht nur finanziell um einen sehr wertvollen Schatz handelt – dessen Verbleib bis auf weiteres ungeklärt bleibt.

Stay Glamorous,

Anne

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