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Beauty

Lippen-Serie, Teil 5: 100 Jahre Farben und Formen

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Im vorletzten Teil unserer Lippen-Serie haben wir uns bereits mit der Geschichte des Lippenstifts eingehend beschäftigt – und dabei nicht nur festgestellt, dass der Lippenstift das wichtigste Beauty-Accessoire überhaupt ist, sondern auch, dass er soziologische und historische Entwicklungen widerspiegeln kann. Diesen Entwicklungen der letzten 100 Jahre- insbesondere natürlich auf den Lippen – widmen wir uns heute:

Die 1920er

Die Roaring Twenties waren geprägt von der Emanzipation der Frau, die feiern, trinken und mit den Männern mithalten durfte.

Der Lippen-Look wurde dabei unter anderem von den Stummfilmstars inspiriert, beispielsweise stand Clara Bows „Amorbogen“ Pate für einen Trend dieser Zeit.

Farblich tendierte man zu mattem Schwarz und Granatrot, die Lippenform war zu dieser Zeit herzförmig geschminkt.

 

 

 

Die 1930er

In den 30ern herrschte eine weltweite Depression, die Menschen litten unter Entbehrungen und mussten sparsam leben.

Idole dieser Zeit waren etwa Greta Garbo und Marlene Dietrich, die selbstbestimmt lebten.

Ein androgyner Look verbreitete sich, die Lippen wurden in glänzendem Braunrot, nach außen gezogen und mit eckigen Kanten geformt geschminkt.

 

Die 1940er

Die Jahre des Krieges: Frauen mussten zu dieser Zeit tough sein und zu Hause ihren Mann stehen, während selbiger im Krieg kämpfte. Der Lippenstift spiegelte die persönliche Moral, die Stärke und den Mut wider: Ein lackiges Zinnoberrot und ein voller, mit symmetrischen Bögen geformter Mund sollten diese Attribute symbolisieren.

 

Die 1950er

Der Krieg ist vorbei, der Wiederaufbau beginnt, die Zeiten werden besser. Die Frau steht zwischen zwei Rollen: Zum einen möchte sie emanzipiert und selbstbestimmt sein, andererseits liebt sie es, ganz Frau zu sein.

Die Lippen sind in dieser Zeit seht üppig und über die natürlichen Konturen hinaus gezeichnet, sie erstrahlen in leuchtenden Tönen, wie etwa Rot und Pink.

Die 1960er

Eine Zeit der Revolutionen: Die Mondlandung, die sexuelle Revolution, die Flower-Power-Bewegung – die Welt ist im Aufbruch. Wohlstand, Konsum und pauschalisierte Schönheit werden abgelehnt – deshalb bleibt der Lippenstift unauffällig (Beige, Rosa), wenngleich die Lippenform üppig und schmollend wird.

 

Die 1970er

Die 70er schillerten nur so, es war die Zeit der Disco-Ära und des Studio 54.

Frauen werden immer emanzipierter, ihre Lippen symbolisieren ihr steigendes Selbstbewusstsein: glitzernde Purpur- und Burgunderfarben sind in, der Mund wird straff konturiert und darf glänzen.

 

Die 1980er

Mode und Gesellschaft der 80er werden vom Punk-Look geprägt – die erste Anti-Schönheitsbewegung tritt unter anderem mit Boy George, Vivienne Westwood und Malcom MacLaren auf den Plan.

Auch Madonna wird zum Vorbild.

Die Lippen kennzeichnen die ablehnende, rebellische Haltung: Sie werden dunkel bis hin zu schwarz geschminkt, Metallic-Effekte unterstützen den Look, der Mund wird breiter geschminkt.

 

Die 1990er

Das letzte Jahrzehnt des alten Jahrtausends strotzt nur so vor Individualismus.

Es ist das Jahrzehnt des Kommerz, die Technologisierung schreitet voran und bestimmt auch die (Pop-)Kultur und die Mode, die Trendwechsel gestalten sich immer rasanter. Und so lassen sich Beauty-Trends kaum noch fassen, nahezu alle Lippenstiftfarben sind in – egal, ob matt oder glänzend, Braun erfährt ein Revival.

Die natürliche Mundform bleibt erhalten und wird sauber konturiert.

 

Die 2000er

Mit der Jahrtausendwende ging eine Rückbesinnung auf innere Werte und zwischenmenschliche Beziehungen einher.

Die Lippenform wird nicht überzeichnet, sondern natürlich erhalten und konturiert, natürliche Farben und pastellige, zarte Töne bestimmen den Trend.

Darunter die sogenannten „Non-Colours“: Beige, Rosa und Apricot.

 

 

 

Wir sind gespannt, wie sich die Lippen-Mode weiterentwickeln wird und freuen uns auf neue Trends,
bis dahin:
Stay Glamorous,
Anne
(Quelle & Illustration: Beautypress)

Hier noch einmal alle Teile der Serie, einfach anklicken und schon gelangt ihr zum gewünschten Artikel:

 

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